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Schrägansicht der Hamburger Innenstadt als texturiertes 3D-Mesh mit Rathaus, Binnenalster und St. Petri – Daten: Freie und Hansestadt Hamburg, LGV

3D-Stadtmodell

Gebäude, Dächer und Stadtraum in der Schrägansicht, direkt im Masterportal.

Ein Bauvorhaben, ein Hochwasserrisiko oder eine neue Sichtachse erschließen sich in der Schrägansicht auf einen Blick. Das Masterportal zeigt dafür ein 3D-Stadtmodell neben der gewohnten Karte: Gebäude aus offenen Landesdaten oder ein fotorealistisches Mesh, mit Schatten nach Tageszeit, Messwerkzeug und Auskunft per Klick.

Überblick

Zwei Demos, zwei Datenarten

Beide Demos laufen im selben Masterportal; sie zeigen die zwei Wege zu einem 3D-Stadtmodell.

Köln: Gebäudemodell LoD2

Jedes Gebäude der Innenstadt steht als eigenes Objekt mit Dachform im Modell. Die Daten streamt das Portal direkt aus der OGC API 3D Tiles des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein Klick hebt das Gebäude farbig hervor und zeigt Gebäudefunktion, Namen und Flurstück.

Daten: Geobasis NRW, Datenlizenz Deutschland Zero

Hamburg: fotorealistisches 3D-Mesh

Die Innenstadt rund um Rathaus und Binnenalster als texturierte Oberfläche aus Luftbildern, mit Fassaden, Dächern, Bäumen und Wasser. Der Ausschnitt liegt auf dem eigenen Webspace und lädt dadurch flüssig. Ein Klick setzt eine Markierung und zeigt Flurstück und Namen des Ortes.

Daten: Freie und Hansestadt Hamburg, LGV, Datenlizenz Deutschland Namensnennung

Das Gebäudemodell trägt Merkmale je Gebäude und eignet sich für Auskunft und Auswertung. Das Mesh zeigt die Stadt, wie sie aussieht, und eignet sich für Planungsdialog und Bürgerbeteiligung. Beide lassen sich in einem Portal kombinieren.

Funktionen

Was die 3D-Ansicht leistet

Acht Funktionen tragen die Szene vom Laden bis zur Auskunft.

  • Gebäudemodell LoD2 oder texturiertes Mesh im Format 3D Tiles, gestreamt aus einem Landesdienst oder vom eigenen Server
  • Schatten nach Datum und Tageszeit über das Schatten-Werkzeug des Masterportals
  • Strecken und Flächen messen direkt in der 3D-Szene
  • Auskunft per Klick: farbige Hervorhebung des Gebäudes, dazu Gebäudefunktion, Name und Flurstück
  • Adresssuche mit Kameraflug zum Ziel
  • Hintergrundkarte basemap.de als ruhiger, schneller Untergrund
  • Szene mit Kantenglättung, Umgebungsverdeckung, Atmosphäre und Tiefennebel
  • Ladeanzeige mit echtem Fortschritt und ein Einstiegsflug in die Schrägansicht

Einbindung

Einbindung im Masterportal

Fünf Schritte führen von einem bestehenden Portal zur 3D-Szene; alle Angaben stehen in den Konfigurationsdateien.

  1. 01

    CesiumJS einbinden

    In config.js zeigt der Schlüssel cesiumLibrary auf die Cesium-Bibliothek, wahlweise über ein CDN oder vom eigenen Server.

  2. 02

    3D-Daten als Layer anlegen

    In services.json steht ein Eintrag mit "typ": "TileSet3D" und der Adresse der tileset.json. In Köln ist das der Einstieg in die OGC API 3D Tiles des Landes, in Hamburg das abgelegte Mesh. cesium3DTilesetOptions steuern Detailstufen und Zwischenspeicher.

  3. 03

    Die 3D-Karte einschalten

    In config.json setzt portalConfig.map.controls den Schalter button3d; "startingMapMode": "3D" öffnet das Portal direkt in der Szene. map3dParameter stellt Kantenglättung, Beleuchtung, Atmosphäre, Nebel und das Kameraverhalten ein.

  4. 04

    Layer und Werkzeuge ins Menü

    Der 3D-Layer kommt in die layerConfig, dazu die Module shadow für Schatten nach Tageszeit und measure für Strecken und Flächen.

  5. 05

    Auskunft per Klick

    getFeatureInfo mit coloredHighlighting3D hebt Gebäude farbig hervor. Die RedekopGIS-Erweiterung ergänzt flurstueckLookup für das Flurstück aus dem INSPIRE-Dienst des Landes und buildingNameLookup für den Namen aus OpenStreetMap; beides arbeitet auch auf einem Mesh.

IT

Voraussetzungen und Dienste

Die 3D-Szene baut auf dem Portal und den Diensten auf, die Ihre Kommune bereits führt.

  • Masterportal 3.x mit CesiumJS für die 3D-Szene
  • 3D-Daten im Format 3D Tiles: LoD2-Gebäude aus dem Dienst eines Landes oder ein eigenes Mesh als tileset.json
  • Für die Flurstücksauskunft ein WFS mit Flurstücken, etwa der INSPIRE-Dienst des Landes
  • Ein aktueller Browser mit WebGL; die Szene lädt nur, was im Bild liegt
  • Für ein eigenes Mesh Speicherplatz auf dem Webserver; der Hamburger Ausschnitt belegt rund 300 MB

Läuft auf

Masterportal 3.x CesiumJS 3D Tiles OGC API 3D Tiles

Fragen

Häufige Fragen

Fünf Fragen aus Planung und Portalbetrieb.

Worin unterscheiden sich LoD2-Modell und Mesh?

Das LoD2-Modell besteht aus einzelnen Gebäuden mit vereinfachter Dachform; jedes Gebäude ist ein eigenes Objekt mit Merkmalen wie der Gebäudefunktion. Das Mesh ist eine durchgehende, fotorealistische Oberfläche aus Luftbildern mit Fassaden, Bäumen und Gelände. Das LoD2-Modell eignet sich für Auskunft und Auswertung, das Mesh für Anschauung und Bürgerbeteiligung.

Woher kommen die 3D-Daten?

Viele Länder stellen LoD2-Gebäude als offene Daten bereit, Nordrhein-Westfalen zusätzlich als Dienst nach OGC API 3D Tiles. Ein Mesh liefern Befliegungen; Hamburg veröffentlicht sein Mesh als offene Daten. Eigene Daten der Kommune lassen sich ebenso als 3D Tiles einbinden.

Wie funktioniert die Auskunft auf einem Mesh?

Ein Mesh kennt keine einzelnen Gebäude. Der Klick nimmt deshalb die Position: Das Portal setzt eine Markierung, fragt das Flurstück an dieser Stelle beim Flurstücksdienst ab und ergänzt den Namen des Ortes aus OpenStreetMap.

Läuft die 3D-Ansicht neben der gewohnten Karte?

Ja. Das Masterportal schaltet zwischen 2D und 3D um; Layer, Suche und Werkzeuge bleiben dieselben. Für eine reine 3D-Präsentation startet das Portal direkt in der Szene, wie in den beiden Demos.

Was ist beim Einrichten zu beachten?

Der Schalter button3d muss gesetzt sein, damit das Masterportal die 3D-Karte lädt; eine reine 3D-Demo blendet den Umschaltknopf danach per Stylesheet aus. Das zweite Menü braucht eine gültige Layerauswahl. Bei einem Dienst nach OGC API 3D Tiles zeigt der Layer auf eine abgelegte tileset.json mit den vollständigen Adressen des Dienstes.